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3. Klassen-2013-14

Eine blinde Frau zu Besuch bei den dritten Klassen unserer Grundschule

Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts der dritten Jahrgangsstufe erhielten die drei dritten Klassen der Grundschule Vohburg ganz besonderen Besuch: Frau Süß, eine blinde Frau aus Nürnberg, reiste mit ihrem Blindenführhund „Moro" aus Nürnberg an. Für jede der dritten Klasse nahm sie sich zwei Schulstunden Zeit, um den Kindern das Blindenthema näher zu bringen. Frau Süß ist seit 30 Jahren erblindet. Dennoch trägt sie eine ganz normale Brille, worüber sich die Kinder wunderten. Sie erklärte den Kindern, dass sie schon vor ihrer Erblindung Brillenträgerin war dies beibehalten hat. Die Besucherin zeigte den Klassen, wie sie als Blinde im Alltag zurechtkommt. Zunächst besprach sie mit den Kindern, woran man einen blinden Menschen erkennen kann. So besitzen blinde Menschen neben ihrem Blindenführhund, den man an seinem weißen Führgeschirr erkennen kann einen Blindenlangstock. Weitere Erkennungszeichen für Blinde sind ein gelber Anstecker mit schwarzen Punkten und eine entsprechende Armbinde. Auch Frau Süß trägt einen solchen Anstecker. Sie erklärte den Kindern, dass nicht nur Blinde, sondern auch Menschen, die relativ sehen und nur Geschriebenes nicht lesen können einen solchen Anstecker tragen. Eine Armbinde dagegen trage heute fast niemand mehr. Frau Süß zeigte den Kindern, wie sie sich mit dem Blindenlangstock zurechtfindet und auf welche Befehle ihr Hund achtet. Mit beiden Hilfsmitteln ging Frau Süß durch die Bankreihen. Sie wies darauf hin, dass ihr Hund sie nur dann führt, wenn genügend Platz vorhanden ist, dass beide nebeneinander laufen können. Sowohl der weiße Blindenlangstock als auch das weiße Führgeschirr des Blindenhundes gelten als offizielle Straßenverkehrszeichen, erklärte Frau Süß. Wenn sie unterwegs ist, führt ihr Hund sie immer sicher zum nächsten Ausgang sowie anschließend nach Hause zurück oder sucht ihr auf den entsprechenden Befehl einen freien Platz, um sich setzen zu können. Um erkennen zu können, welche Gerichte sie im Restaurant isst, lässt sie sich von ihrer Begleitperson sagen, an welcher Stelle ihres Tellers eine bestimmte Speise liegt. Frau Süß richtet sich dabei nach den Zeigern einer Uhr und weiß dann z.B., dass die Erbsen „auf zwölf" liegen. Beim Einkaufen geht sie immer in denselben Supermarkt, wo die Verkäuferin ihr zur Seite steht und die Waren in den Korb legt. Geldscheine und Münzen bewahrt sie getrennt auf, wobei sie die Münzen in eine besondere Vorrichtung steckt. Münzen erkennt sie an der Größe und an den Rändern, Scheine misst sie an ihrer Länge. Die Besucherin brachte zudem zahlreiche Utensilien mit in den Unterricht, die ihr das Alltagsleben erleichtern. In dem Zusammenhang durften die Kinder u.a. eine sprechende Küchenwaage, eine Tast-Uhr, ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel für Blinde, eine spezielle Geldbörde für Münzstücke und ein Gerät, mit dem blinde Menschen die Farben von Kleidungsstücken bestimmen können, bestaunen. Darüber hinaus teilte die Besucherin den Schülern ein ABC in Blindenschrift (Braille) aus. Einzelne Buchstaben und Zahlen erklärte sie den Kindern an der Tafel mit Hilfe von Magneten. Anschließend durften die Kinder aktiv werden und einen Text in Blindenschrift entziffern. Nicht zuletzt demonstrierte Frau Süß, wie ihr mit Hilfe einer Blindenschreibmaschine das Verfassen von Texten gelingt. Jedem Kind schrieb sie als Andenken den Vornamen in Blindenschrift auf einen Papierstreifen. Auch ein Rätsel in Blindenschrift hatte sie mitgebracht. Frau Süß ist Mitglied des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e.V.

Bildergalerie (zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!)

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